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Klassenlager

Das Klassenlager ist sicherlich das Highlight im Schuljahr für alle Schülerinnen und Schüler. Doch für Lehrpersonen bedeutet ein Klassenlager auch viel Aufwand und kann einem auch Mal ganz schöne Bauchschmerzen verursachen. Ein Geheimrezept habe ich nicht, aber ich teile gerne meine Erfahrungen und Ideen mit euch.

Die Vorbereitung

Erkundige dich zuerst bei der Schulleitung wie viel Geld du zur Verfügung hast. Vielleicht habt ihr ja auch noch einige Franken in der Klassenkasse. Erstelle ein Budget für deine Planung.

Danach musst du einen Ort finden, an dem du dein Klassenlager durchführen möchtest. Vielleicht kennst du ein tolles Lagerhaus oder einen Ort, an dem du dich gut auskennst. Es vereinfacht vieles, wenn dir die Umgebung schon etwas bekannt ist. Das Lagerhaus ist das A und O. Du musst es oft schon fast ein Jahr im Voraus reservieren! Überlege dir deshalb schon bei deiner Jahresplanung, wann du dein Lager durchführst.

Auch ganz wichtig sind die Begleitpersonen. Ein Lager macht viel mehr Spass, wenn du Menschen an deiner Seite hast, denen du vertraust und mit welchen du dich gut verstehst. Ich habe immer eine Köchin und zwei Begleitpersonen dabei.

Die Eltern möchten gerne gut informiert sein. Deshalb stelle ich für sie immer eine kleine Informationsbroschüre zusammen. Diese enthält nebst Zeiten für Treffpunkt und Rückkehr auch Kontaktadressen, Packlisten und Lagerregeln.

Im Notfall möchte ich gut vorbereitet sein. Deshalb füllen alle Eltern im Voraus nochmals ein Informationsblatt aus, auf welchem sie Krankenkasseninformationen, Unverträglichkeiten und Kontaktmöglichkeiten ausfüllen.

Die Kinder müssen als „Eintrittsticket“ für das Klassenlager einige Aufgaben lösen. Sie üben zuhause den Tisch zu decken, abzuwaschen, das WC zu putzen und so weiter. Erst wenn sie alle Unterschriften von ihren Eltern haben, dürfen sie mitkommen. Die Eltern finden es immer super und ich bin jedes Jahr wieder erstaunt, dass einige Kinder zuvor noch nie ein WC geputzt haben.

Mit den Begleitpersonen mache ich immer ca. 2 Monate vor dem Lager einen Lager-Apéro. Dabei erzähle ich ihnen von meinen Ideen und Vorstellungen und wir sammeln dann noch gemeinsam nach Ideen, welche wir in der Woche umsetzen möchten.

Ungefähr zwei Wochen vor dem Lager bekommen die Begleitpersonen eine Informationsbroschüre.

Als nächstes musst alle Verbindungen für die öffentlichen Verkehrsmittel heraussuchen und Platzreservierungen machen. Denk daran, dass du dies nicht zu spät machst, denn sonst sind die Plätze weg.

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Die Reise im Zug kann ganz schön spannend sein.

Denk daran, eine Lager-Apotheke zu organisieren. Bei uns hat jede Begleitperson eine kleine Apotheke im Tagesrucksack. Im Lagerhaus haben wir eine grosse Apotheke, welche etwas besser ausgerüstet ist.

Am ersten Tag bekommen alle Schülerinnen und Schüler einen Rucksack-Anhänger. Darauf steht die Adresse vom Lagerhaus und die Nummern von mir und der Köchin. Dies hat zwei Vorteile: Einerseits haben die Kinder immer die Notfall-Nummern dabei und andererseits haben wir eine Chance einen verlorenen Rucksack wieder zu bekommen.

Bei mir sind die Kinder für die Abendunterhaltung zuständig. Jeweils eine Ämtli-Gruppe pro Tag. Dies finde ich sehr vorteilhaft, weil sie selber mitgestalten können. Die Kinder finden das immer sehr motivierend.

Die Lagerküche

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Dip-Gemüse kommt immer gut an.

Die Lagerküche ist ein seeeeehr entscheidender Punkt im Klassenlager, finde ich. Weil leckeres Essen = glückliche Kinder. Bei mir können die Kinder auch immer Menü-Vorschläge aufschreiben. Das gibt ihnen das Gefühl, dass sie das Essen mitbestimmt haben (wir kochen trotzdem das, was wir möchten und können :-)… ).

Aktivitäten

In einem Klassenlager sind die Möglichkeiten grundsätzlich unbegrenzt. Natürlich muss die Budgetplanung aufgehen. Suche dir deshalb zwei Highlights aus, die etwas kosten und plane danach rundherum. Vieles kannst du auch ohne Geld machen, wie beispielsweise wandern. Achte dich darauf, dass du nur Aktivitäten einplanst, die du dir auch zutraust und welche dir keine Bauchschmerzen verursachen (ich persönlich gehe nicht gerne in einem See baden). Einige Ideen habe ich für dich hier aufgeschrieben:

  • Wandern
  • Spielplätze besuchen
  • Besuch im Nationalpark
  • Museumsbesuch
  • Seilpark
  • Waldspiele
  • Adventure Rooms
  • Rodeln
  • Minigolf
  • Bouldern in einer Kletterhalle
  • Velotour
  • Bootsfahrt
  • Foxtrail
  • Hallenbad
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Bouldern in der Kletterhalle „Ap ’n Daun“ in Chur hat meinen Schülerinnen und Schülern besonders gut gefallen.

Erinnerungen

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Eine Trinkflasche als Erinnerungsgeschenk.
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Eine Brotbox, damit man für den Lunch keine Einwegplastikbeutel braucht.